In Deutschland leben rund 200.000 Menschen mit Multipler Sklerose (MS), einer chronisch-entzündlichen Erkrankung des zentralen Nervensystems. Frauen sind mehr als doppelt so häufig betroffen wie Männer. Viele Betroffene, vor allem jüngere MS-Patienten, beschäftigen sich damit, ob sie eine Familie gründen wollen und ob das mit MS überhaupt möglich ist.

Grundsätzlich steht der Gründung einer Familie auch mit MS nichts im Wege!

Allerdings sollten Sie sich vor einer möglichen Schwangerschaft umfassend mit den Besonderheiten Ihrer MS-Erkrankung auseinandersetzen. Wann ist beispielsweise der richtige Zeitpunkt für eine Schwangerschaft? Gibt es Gründe, die gegen eine Schwangerschaft sprechen? Welche medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapien stehen vor, während und nach der Schwangerschaft zur Verfügung? Was muss beim Thema Stillen beachtet werden?

Ein Kind zu bekommen, bedeutet für viele ein großes Glück! Es erfordert aber auch viel Kraft und Energie, sich um den Nachwuchs zu kümmern – auch ohne MS. Um für diese Herausforderung bestmöglich gewappnet zu sein, brauchen Sie die richtige Beratung und Unterstützung Ihrer behandelnden Ärzte. Darüber hinaus brauchen Sie aber auch ein funktionierendes Netzwerk, das Sie besonders dann unterstützt, wenn Sie es brauchen.

Zum Thema „MS und Familienplanung" bieten wir darüber hinaus eine Infobroschüre an, die Sie sich hier herunterladen können.

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Nicole über ihren Kinderwunsch trotz MS, ihre Einstellungen und ihre Zukunft mit Mann und Kind:

„Die Krankheit hat nicht das Recht, über das Leben eines persönlichen Menschen zu entscheiden, sondern das sollte man immer noch selbst tun. Angst vor etwas zu haben, hemmt einen mehr, als dass man sich darauf einlässt und freut und einfach mal lebt, als wäre man gesund. Das kann man, das geht!“